Willkommen beim LindenendProject

Schön, dass du den Weg hierher gefunden hast.  Mein Name ist Hans-Jürgen Abts  – ein Kind der Sechziger, geprägt von Beständigkeit, echten Werten und einer tiefen Loyalität. Nach vielen Jahren voller Bewegung und Erfahrungen blicke ich heute mit einer großen inneren Gelassenheit auf die Welt. Meine Kamera ist mein treuer Begleiter geworden, um das Leben nicht nur zu dokumentieren, sondern es in seiner reinsten Form als Fotokunst festzuhalten.
Warum Lindenend? Die Geschichte hinter dem Projektnamen.
Die Geometrie der Wolken
Wenn man im Herbst 1964 im Kölner Umland zur Welt kam, wurde man in eine Kulisse hineingeboren, die niemals stillstand. Die Welt war dort kein fertiges Gemälde, sondern eine unaufhörlich arbeitende Leinwand. Da war die Erft, die sich wie ein geduldiger, dunkler Faden durch das Unterholz und die weiten Felder zog, unbeeindruckt von der monumentalen Unruhe gleich dahinter. Denn nur wenige Kilometer weiter fraßen sich die Maschinen des Braunkohletagebaus unermüdlich in die Erde. Förderbänder schnitten als endlose, schnurgerade Linien durch die Hügel, und die gigantischen Schaufelradbagger öffneten tiefe Wunden im Fleisch der Landschaft. Ganze Dörfer, in denen Generationen gelebt hatten, verschwanden im Schlund der Gruben, als hätte es sie nie gegeben.
Und doch war da dieser seltsame Takt aus Zerstörung und Hoffnung. Wo gestern noch Abgrund war, modellierten Planierraupen morgen schon neue Böschungen, sanfte Hügel und setzten junge, dünne Baumreihen in die frische Erde, die wie ein leises Versprechen auf Zukunft wirkten. Rekultivierung war für uns Kinder kein Begriff aus dem Lexikon. Es war ein tägliches, gewaltiges Schauspiel. Die Natur wurde neu geformt – von Menschenhand, roh und doch seltsam kunstvoll.
Am Horizont aber thronten die Giganten dieser Epoche: die Kohlekraftwerke. Wir nannten sie ehrfürchtig „Wolkenfabriken“. Aus ihren mächtigen Kühltürmen stiegen weiße, schwere Schwaden auf, die sich mit dem Grau des Himmels vermischten. Manchmal sah es aus, als müsste der Himmel selbst schwere Arbeit verrichten. Manchmal wirkte es, als würde das Land durch diese Schlote tief und schwer atmen.
Ganz am äußersten Rand unseres Dorfes gab es ein Stück Land, das die Alten ehrfürchtig das „Lindenend“ nannten. Es war die sichtbare Grenze unserer kleinen Welt, bewacht von einer Reihe mächtiger, stolzer Linden, deren Kronen im Wind rauschten. Für mich war dieser Ort mehr als nur eine Flurgrenze. Er war der absolute Ausgangspunkt. Hier fing die Welt an, und hier hörte sie auf.
Jahrzehnte sind seither vergangen. Ich lebe schon lange nicht mehr dort, und auch die stolzen Wächter meiner Kindheit haben die Zeit nicht überdauert. Sie mussten weichen, gefällt für den unaufhaltsamen Bau einer Straße. Das Lindenend wurde so, mit einer tragischen Ironie, zum endgültigen Ende der Linden. Doch der Schmerz wich einer tieferen Erkenntnis. Die Straße, die die Bäume verdrängte, war dieselbe Straße, die mich hinaustrug in die Welt. Aus den abgeholzten Wurzeln meiner Herkunft wuchs das beständige Fundament für mein heutiges Leben.
Heute blicke ich mit der großen, unaufgeregten Gelassenheit des Jahresgangs 1964 auf die Welt. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen. Die unruhige Dynamik meiner Kindheit hat mich geprägt: Sie gab mir Werte wie unerschütterliche Loyalität, Zuverlässigkeit und eine ehrliche, bodenständige Haltung. Aber sie pflanzte auch die Sehnsucht in mich, die Linien der Welt zu suchen.
Meine Kamera ist auf all diesen Wegen mein treuester Begleiter geworden. Wenn ich heute durch fremde Städte streife oder vor der unberührten Weite der Natur stehe, suche ich im Alltäglichen nach genau der Ästhetik, die mich damals an den Förderbändern und Wolkenfabriken faszinierte. Ich spiele bewusst mit Komposition, Licht und harten Kontrasten. Ich suche die ungestellten Geschichten in den Gesichtern der Menschen, die grafische Strenge moderner Architektur oder die wilde, visuelle Kraft der Natur.
Fotografie ist für mich kein bloßes Festhalten eines flüchtigen Moments – sie ist das ehrliche Handwerk, aus Vergänglichkeit zeitlose Kunst zu erschaffen.
Das Lindenend ist heute kein Ort mehr, den man auf einer Landkarte findet. Es ist eine Idee, ein Versprechen, mein roter Faden: das LindenendProject. Es ist die Verbindung meiner inneren Heimat mit der kreativen Reise, die niemals endet.
„Loyal to the Core, Inspired by the Journey.“
Tritt näher, nimm dir Zeit und betrachte die Welt durch meinen Fokus.
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